Was ist „Walk A Way“?

berglandschaft

Walk a Way
Ein zeitgemäßes Übergangsritual von der Kindheit zum jungen Erwachsenen
Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Religionsgemeinschaften haben sich Menschen
Gedanken gemacht, wie die Übergänge im Leben wieder neu kraftvoll und wirkungsvoll
gestaltet werden könnten. In verschiedenen Kulturen ist der Versuch begonnen worden,
die alten Formen auf ihre wirkungsvollen Strukturen hin zu untersuchen und wieder zu
beleben.
Übergangsrituale waren in allen Kulturen überall auf der Welt bekannt und verbreitet.
Die wesentlichen Elemente dieses Rituals sind Alleinsein und Fasten in der Natur. In
dieser, für uns moderne Menschen ungewohnten Situation zeigt sich dem Jugendlichen,
ob und wie er Verantwortung für seine Handlungen übernehmen kann. Er erhält
unmittelbare Einsichten in die Wirkmechanismen des Lebens, er lernt sein Handeln als
ursächlich kennen und bekommt die Antworten darauf.
Die Phase des Übergangs von der Kindheit zum jungen Erwachsenen ist eine
tiefgreifende und einschneidende Veränderung, ein Übergang. Durch ein Ritual
gewürdigt, bekommt der junge Mensch Mut für den Sprung in eine unbekannte
Zukunft, Vertrauen in seine innere Instanz und Kraft, seinen eigenen Weg zu gehen.
Die Jugendlichen gelten heute mit 18 Jahren zwar als erwachsen, sind aber noch lange
nicht selbständig. Durch Schul- und Ausbildungssysteme beginnt die finanzielle
Unabhängigkeit für viele erst ab Mitte 20. Wir können unsere Jugendlichen
unterstützen, Schritt für Schritt erwachsen zu werden, indem wir sie auffordern, die
wichtigsten Fragen des Heranwachsens zu stellen: Wer bin ich? Wozu lebe ich? Wo
gehöre ich hin?
Nicht mehr Kind, aber auch noch nicht erwachsen und doch müssen Jugendliche schon
einige Entscheidungen für sich und die Zukunft treffen.
Doch wer bin ich eigentlich? Und wo ist mein Platz in dieser Welt?
Das Jugendritual „walkAway“ unterstützt dabei, in einem geschützten Rahmen mehr
über sich selbst heraus zu finden.
Unterstützung finden sie dabei auch bei den selbst gefundenen erwachsenen Paten aus
dem Freundeskreis, die ihre Erfahrung bei Bedarf zur Verfügung stellen.
Am besten gelingt die Wandlung noch immer in der Natur. In verschiedenen Etappen
werden die Mädchen und Jungs auf den Höhepunkt des Rituals vorbereitet. Jeder
bestimmt für sich selbst das Tempo, die eigenen zentralen Fragen und das Maß der
Risikobereitschaft.
Zum Abschluss sind die Eltern und Familie eingeladen, die Geschichte der Wandlung zu
hören und zu würdigen.
Weitere Informationen über die Kraft und Wirkung von Ritualen finden Sie auf der
Website von Ökosys e.V. www.ökosys.org

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